Gesetzliche Grundlagen zur Einschulung im Land Brandenburg

gesetzGemäß §37 des Gesetzes über die Schulen im Land Brandenburg (Brandenburgisches Schulgesetz- BbgSchulG) beginnt die Schulpflicht für Kinder, die bis zum 30.September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 01. August desselben Kalenderjahres die Schulpflicht.

Kinder, die in der Zeit vom 01.Oktober bis 31.Dezember das sechste Lebensjahr vollenden, werden auf Antrag der Eltern in die Schule aufgenommen. In begründeten Ausnahmefällen können Kinder aufgenommen werden, die nach dem 31.Dezember, jedoch vor dem 1. August des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollenden. Entsprechende Anträge sollen gesicherte Nachweise zum Entwicklungsstand des Kindes erhalten. Mit der Aufnahme in die Schule beginnt die Schulpflicht.

Schulpflichtig sind auch ausländische Menschen, denen aufgrund eines Asylantrages der Aufenthalt im Land Brandenburg gestattet ist oder die hier geduldet werden (§36 (2) BbgSchulG).

gesetz1Vor Beginn der Schulpflicht besteht für alle Kinder die Pflicht, an einer schulärztlichen Untersuchung durch die Gesundheitsämter und zum Beginn des der Einschulung vorhergehenden Schuljahres an einer Sprachstandsfeststellung teilzunehmen. Die Anmeldung erfolgt an der für den Wohnsitz zuständigen Grundschule. Die Termine zur Anmeldung werden öffentlich bekannt gegeben. Das Kind ist bei der Anmeldung mitzubringen (GV§4). Eine Kopie der Geburtsurkunde, einen Nachweis über das alleinige Sorgerecht sowie die Bestätigung über die Teilnahme an der Sprachstandsfeststellung sind bei der Anmeldung vorzulegen.

Bei eventuell bestehender Frühförderung sind vorhandene Unterlagen mitzubringen.
Bei Anmeldung der Kinder an einer Ersatzschule muss die örtlich zuständige Schule unverzüglich darüber informiert werden. Über die Aufnahme in die Ersatzschule informieren die Eltern die örtlich zuständige Schule bis zum 30. April des Jahres der Einschulung (GVO §4 Abs.2 (3)).

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